Tutorial: XenCenter-Installation

Nachdem ich nun vor einigen Tagen gezeigt habe wie man einen XenServer 5.6 installiert, kommen wir nun zum XenCenter. Das XenCenter ist, ähnlich wie der vShpereClient bei VMware die Management-Console für den XenServer. Allerdings bietet die enge zusammenarbeit von Citrix und Microsoft hier ein kleines Goodie: Als Nutzer einer Hyper-V-Umgebung kann man sich ein kleines Add-On in die Hyper-V-Management-Consolen integrieren, welches dann Zugriff auf eine XenServer-Umgebung bietet (sowie auch die am meisten benötigten Funktionen).

Vorbereitung

Besondere Systemvoraussetzungen hat das XenCenter eigentlich nicht. Wichtig ist nur, dass auf dem Client Windows läuft. Allerdings benötigen wir auch hier wieder unseren Citrix-Account, um das XenCenter herunterladen zu können. Klickt hierzu auf Eure XenServer-Version (bei mir z.B. Citrix XenServer), und dann auf XenCenter 6.0 Windows Management Console (Achtung! Hier öffnet sich wieder dieser vermurkste Download Manager von Citrix, das Fenster muss mittlerweile grösser gemacht werden, um an den “manuellen Download” zu kommen).

Installation

Nachdem wir nun die gut 42 MB grosse Datei auf unserem PC haben, können wir sie mir ein bisschen “Weiter-klicken” installieren, und anschliessend starten:

XenCenter-Installation XenCenter-Installation XenCenter-Installation

Nachdem das XenCenter nun gestartet wurde, hier eine kleine Übersicht darüber, was denn nun wo ist (noch haben wir keine Server hinzugefügt, also haben wir nur sehr begrenzte Buttons im XenCenter).

XenCenter-InstallationIn der linken Spalte (1) werden sich später nach Default-Ansicht des XenCenters die Pools, Server, ISO-Repositories und SCSI-Laufwerke tummeln. Dies ist also eine Übersicht aller verbundenen Geräte in einem XenServer(-Pool).

Wie der Button oben (Add Server) schon sagt, können darüber XenServer (und nur die) hinzugefügt werden. Wichtig: Mit XenCenter 6.0 könnt Ihr XenServer ab Version 5.0 (darunter sollte (!) auch klappen, hab’ ich aber nicht getestet) hinzufügen und verwalten. Mit XenCenter 5.6 könnt Ihr allerdings keine XenServer 6.0 verwalten. Das XenCenter ist also nur Abwärtskompatibel – ähnlich wie USB 3.0 ;)

Hinzufügen eines Servers

XenCenter-InstallationMit einem Klick auf “Add New Server” öffnet sich ein neuer Dialog, in dem wir die IP-Adresse (oder den Hostnamen als FQDN) des XenServers, sowie einen Berechtigten Nutzernamen und das zugehörige Passwort eingeben.Sofern alles funktioniert, erscheint der Server kurz darauf in der linken Spalte (mit dem Hostnamen, unabhängig davon ob er via Hostnamen oder IP hinzugefügt wurde):

XenCenter-Installation
Zur erneuten Erklärung: Die Punkte 1 und 2 haben wir schon abgearbeitet. Darum weiter mit 3:

Via “New Pool” (3) können neue “Pools” (Cluster) erstellt werden. Ein Pool sollte zu Beginn Eurer XenServer-Karriere aus zwei oder mehr baugleichen Servern bestehen (z.B. 3x HP ProLiant DL380 G7). Zu einem späteren Zeitpunkt werde ich noch eine Anleitung zum forcieren eines Pools aus unterschiedlichen Maschinen veröffentlichen. ;)

“New Storage” (4) ist zumindest bei Cluster-Installationen sehr wichtig, da hierzu ein (Software-)iSCSI-Device als Speicher für die VMs benötigt wird. Wer nur seine drei oder vier ISO’s abspeichern möchte, kann dies auch lokal auf dem XenServer tun. Ansonsten kommen wir später noch zum Thema “New Storage”.

“New VM” (5) erstellt – richtig! keinen Marmorkuchen, sondern eine neue VM. Auch hierzu später mehr (Chronologisch und so ;))

Über “Shutdown / Restart / Suspend” könnt Ihr den XenServer (oder wenn die entsprechenden VMs ausgewählt sind, die VMs) Herunterfahren (es darf keine VM mehr laufen, die die XenTools nicht installiert hat), Neustarten (ebenso) oder in den Standby-Modus schalten (nicht den XenServer; funktioniert nur bei den Guest-OS)

Die Leiste, welche als (7) markiert ist, zeigt folgende Infos: Eine Übersicht aller Server auf dem XenServer (ähnlich (1)), eine Übersicht über den XenServer (Memory-Bestückung, Modell, Lizenzierung, …), Die Memory-Balance (Kauf-Feature!), alle eingebundenen Storage Repositories, verbundene Netzwerke (sowie verbundene Netzwerkkarten), eine kurzfristige Übersicht der Server-Auslastung (längere Logs -> Kauf-Feature!), eine Liste der Verwaltungsberechtigten Nutzer, sowie einen Action-Log de Servers (Machine provisioning, RAM change, …)

 New Storage

Wer eine VM erstellen, und nicht für jedes andere OS in den Serverraum (bei mir: in die Abstellkammer) rennen möchte, sollte sich schleunigst eine (wenn auch nur temporäre) ISO-SR (Storage Repository) anlegen. Dazu erstellt Ihr eine Windows-Freigabe (z.B. ISO) auf Eurem PC, und gebt dieser die Berechtigung “Jeder, Lesen”. Anschliessend klickt Ihr im XenCenter auf “New Storage”, und wählt dann “Windows File Sharing (CIFS)” aus. Dann gebt Ihr noch einen SR-Namen an, und – im letzten Fenster – den “Standort” Eures Shares, also den Server inkl. Freigabenamen. Aufpassen! Jeder einzelne Ordner benötigt eine eigene ISO-SR. Wer also siene ISOs zwischen “Windows” und “Linux” unterteilt, benötigt mindestens 2 verschiedenen Storage Repositories.

XenCenter-Installation XenCenter-Installation XenCenter-Installation

New VM

Nachdem die Storage-Repository nun also ohne Fehler eingebunden, und links in der Übersicht zu sehen ist, klicken wir auf “New VM” (5). Ein Assistens öffnet sich, der Schritt für Schritt durch die Provisionierung der neuen Vm führt. Nebst XenCenter-Name der VM (nicht der spätere NetBios-Name!), RAM- und CPU-Zuweisung und einer NIC-Zuweisung gibt es hier eigentlich nicht sonderlich viel zu sehen. Aber trotzdem einige Bilder:

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So, das war’s erstmal ;) in 3 Wochen gibt’s wieder was von mir – versprochen.

Veröffentlicht von

Manuel Sychold, Citrix Certified Adminitrator for XenServer 6 und XenDesktop 5 arbeitet als CIO in einem international tätigen Akustik-Unternehmen. Manuel bloggt hauptsächlich über Citrix -Produkte (XenServer, XenDesktop, XenApp), sowie Microsoft-Produkte. Manuel erreicht man über Google+

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