Netzwerk überwachen mit PRTG Network Monitor

sunburst_view

Netzwerk-Überwachung gehört mit zu den komplexesten und wichtigsten Aufgaben einer IT-Abteilung. Schliesslich sollten Sie den Usern mitteilen, wenn etwas nicht funktioniert – nicht umgekehrt. Und um das bewerkstelligen zu können, sollten Sie sich ein passendes Tool zutun. Natürlich gibt es teure Software, die modular erweiterbar ist. Aber dann gibt es noch PRTG von Paessler.

Dabei ist PRTG nicht nur günstig, sondern auch sehr flexibel, und hat einen hervorragenden Support. Während der Arbeitszeiten bekommen Sie im Falle einer Frage innerst ein paar Minuten eine Antwort per Mail, Sie können jederzeit selbst Sensoren vorschlagen, und die Entwicklung der Software schreitet rapide voran.

Die Release-Zyklen

Als ich damals PRTG für die n’H Akustik & Design entdeckte, war ich gerade auf einer Fachkonferenz unterwegs. In einem direkten Gespräch mit einem Paessler-Mitarbeiter wurde mir erklärt, warum PRTG durch einen besonders schnellen Release-Zyklus glänzen kann – und der Grund ist total banal und logisch: Wachstum. Paessler ist der Meinung, dass es keinen Sinn macht, jedes Jahr ein grosses Update zu veröffentlichen, während es in eben diesem Jahr eventuell neue Hard- und Software gegeben hat, die auch überwacht werden muss. Durch diese schnelle Entwicklung von PRTG – immerhin 3 bis 4 Updates pro Monat – ist es Paessler möglich, schnell und flexibel auf Benutzeranfragen eingehen zu können.

Das GUI

Das GUI ist intuitiv zu bedienen. Die komplette Web-Oberfläche ist AJAX-gesteuert, was zwischendurch dann aber doch schonmal zu einem Unterbruch beim betrachten eines Gerätes führt (die QuickInfo des Gerätes verschwindet dann). Im AJAX-GUI weiss besonders der Sunburst-View zu gefallen, welcher für reine Monitoring-Bildschirme besonders hübsch anzusehen ist: In einem Kreis werden von innen heraus die Probes (Abfrage/Monitoring-Server), die Geräte-Gruppen, und letzendlich die Geräte dargestellt. Das ganze passiert auf Basis eines Ampel-Farbcodes, sodass Sie keine Probleme haben werden innert weniger Sekunden zu erkennen welches Netzwerkgerät oder Segment ein Problem hat oder verursacht: Ist alles in Ordnung wird das Gerät grün dargestellt. Warnungen (oder Informationen) sind gelb eingefärbt, und Fehler erscheinen in rot.

Anhand dieser Aufschlüsselung können Sie Fehler oder Informationen om Gerät zum eignetlichen Segment verfolgen, oder umgekehrt.

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Probes – räumliche Unabhängigkeit

PRTG arbeitet mit sog. Probes, welche die Abfrageserver darstellen. Die Ergebnisse, die die Probes empfangen, leiten sie zur Anzeige und Datenverarbeitung an den Core-Server weiter. Und das bedeutet für Sie: PRTG arbeitet soweit Ortsunabhängig. Sie können an jeder Aussenstelle, in jedem Lan, oder in jedem Büro eine eigene Probe installieren, welche die Überwachung der von Ihnen definierten Sensoren vor Ort durchführt und die Daten anschliessend an Sie weiterleitet.

Sensoren – die Herzen

Abgefragt und Lizenziert werden bei PRTG die sog. Sensoren. Dabei stellt ein Sensor jeweils eine Abrage dar, und nicht ein Gerät: Ein Ping, und eine WMI-Sicherheits-Center-Abfrage sind jeweils ein Sensor, auch wenn diese das gleiche Gerät abfragen. So kann es natürlich sein, dass Sie schnell ein paar hundert Sensoren beieinander haben, wenn Sie jeden Switchport einzeln abfragen – aber das ganze lohnt sich!
Stellen Sie sich einfach vor, dass PRTG in der Lage ist, selbst zu erkennen, welche Sensoren für ein Gerät eingesetzt werden sollten – und diese manuell aktiviert. Prüfen sollten Sie natürlich nochmals manuell – aber ich kann Ihenn versichern, dass der Exchange-Server nach der automatischen Prüfung bereits bestens überwacht wird, und maximal um einen Mail-Round-Trip ergänzt werden muss.

Pause – auch für PRTG

Bei uns wird von 04:00 bis 23:00 Uhr gearbeitet – während dieser Zeit müssen die Systeme verfügbar sein, keine Frage. Doch wenn ich schlafe, bringt auch eine Alarmierung nichts – und das ist vermutlich bei den meisten so! Aus diesem Grund lässt sich die Überprüfung der Sensoren zeitlich begrenzen – ab 23:00 Uhr wird nur noch das eigentliche Server-System überwacht, der Rest erst ab 05:00 Uhr wieder.

Abhängigkeiten – ohne Sucht

Alle Geräte hängen an einem Core-Switch. Failover-technisch sehr ungünstig, aber manchmal reicht es ja auch. Doch was, wenn der Core-Switch aussteigt? Prinzipiell würde die Überwachungssoftware anfangen für jedes Gerät einen Alarm zu versenden – dank der Tatsache dass Sie Abhängigkeiten definieren können wird die Alarmierung aber auf das hierarchisch wichtigste Gerät (in diesem Fall den Core-Switch)  beschränkt. Sie erhalten lediglich einen Alarm – was ja reichen sollte.

Maps – finden Sie sich schneller zurecht

Sollte Ihr Unternehmen weltweit, oder zumindest an verschiedenen Standorte tätig sein, so können Sie mithilfe der Google-Maps- und Grundriss-Integration die Standorte Ihrer einzelnen Geräte festlegen. Somit ist es Ihnen immer möglich im Fehlerfall sofort zu wissen wohin Sie müssen.
Sollten Sie Google Maps nicht integrieren wollen, können Sie noch immer ein Netzwerk-Schema mithilfe von PRTG erstellen, was auch oftmals zur Fehlerdiagnose führen kann.

Intelligente Alarmierung

Zuguter letzt gilt es in diesem kurzen Review von PRTG die Alarmierungs-Funktion zu erwähnen: Egal ob Sie ein SMS-Gateway besitzen, oder der Meinung sind, dass Alarmierungen ohnehin nur sein müssen, wenn Sie über eine Internet-Verbindung verfügen: PRTG alarmiert Sie, wie Sie es wünschen! Entweder Sie versenden Alarmierungen via einem SMS-Provider wie z.B. Click-a-Tell, oder Sie führen eine eigene Datei zur Alarmierung aus (dies kann eine Batch-Datei sein, die das SMS-Gateway anspricht).

Fazit

Ich kann sagen, dass ich PRTG jedem IT-Administrator nur empfehlen kann – aber auch kleinere Unternehmen können sich mit einer solchen Lösung – installiert und überwacht von Profis – viel Ärger ersparen. Mit einem Blick ist es möglich, Fehlerquellen ausscliessen oder gedanklich schon lösen zu können. Und genau so sollte Netzwerk-Monitoring heute funktionieren!

Haben Sie noch Fragen zu PRTG? Dann hinterlassen Sie diese ruhig in einem Kommentar.

 

UPDATE: Ich habe ganz vergessen zu erwähnen, dass es natürlich auch Apps zur Überwachung des Netzwerks von Unterwegs gibt:

Download @
Google Play
Entwickler: Paessler AG
Preis: Kostenlos


Hierzu sei gesagt, dass ich bis jetzt nur die Android-App getestet habe, und mich tierisch über eine Windows Phone 8-App freuen würde – EUR 11.00 für eine App finde ich etwas übertrieben, dafür dass bereits für Sensoren gezahlt wurde. Offensichtlich wurde die iOS-App aber auch nicht von Paessler selbst entwickelt (aber von Paessler auf folgender Seite verlinkt, also scheint die App die richtige zu sein) – was vermutlich den hohen Preis erklären dürfte.

Veröffentlicht von

Manuel Sychold, Citrix Certified Adminitrator for XenServer 6 und XenDesktop 5 arbeitet als CIO in einem international tätigen Akustik-Unternehmen. Manuel bloggt hauptsächlich über Citrix -Produkte (XenServer, XenDesktop, XenApp), sowie Microsoft-Produkte. Manuel erreicht man über Google+

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