Google Drive ist da!

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Da schläft man einmal vorm TV ein, und dann das: Google Drive wird aufgeschaltet, ohne dass man es mitbekommt! Hier also ein kurzer Überblick über den neuen Cloud-Dienst von Google.

Google Drive startet wie erwartet und oft bestätigt mit 5 GB kostenlosem Online-Speicher. Die Preise sind jedoch etwas happiger (wenn auch noch immer wesentlich günstiger als beim Konkurrenten Dropbox. Für $19.99 gibt es bei Drive 400 GB Speicher – bei Dropbox hingegen jämmerlich wenig erscheinende 100 GB! Die Bezahlung ist übrigens tatsächlich pro Monat, und nicht Jahre im voraus! Übrigens bleibt der Picasa-Speicher beim kostenlosen Plan bei 1 GB, bei GMail hingegen wurde der Speicherplatz auf 10 GB erhöht, ebenso wie heute morgen bereits bei Docs auf 5 GB Speicher hochgeschraubt wurde ;)

Das ist gerade für diejenigen toll, die eine PrePaid-Kreditkarte nutzen, um auf Google Play zu zahlen – die verwendeten Zahlungsinformationen sind schliesslich die gleichen!

Weiter im Text: Docs ist jetzt ein fixer Bestandteil vom Drive, so dass Ihr Dateien auf Drive hochladen, und ins Docs-Format konvertieren könnt Desweiteren könnt Ihr direkt im Browser rund 30 Dateitypen öffnen, verändern oder anschauen. Das ist doch mal eine nette Zahl.
Desweiteren können Dateien direkt an Kontakte freigegeben werden – Docs eben – und Ihr könnt gemeinsam an Dateien arbeiten. Gerade im Bereich Google Plus und Hangouts sehe ich hier ein grosses Potential. Bei Google Docs war das alles ja weniger Populär – zumindest ich habe meistens nur selbst an einem Dokument gearbeitet…
Auch was übersichtlichkeit angeht kann Drive in meinen Augen im Vergleich zu Dropbox punkten: Drive bietet nebst der gewohnten Listenansicht auch noch eine Raster-Ansicht, in der Dateien und Ordner als Kacheln angezeigt werden, und somit presenter sind. Mir gefällts.

Übrigens gibt es bereits Apps, welche in Google Drive integriert sind, oder eben ungekehrt. Dazu gehören LucidChart, welches für den Leak des Namens verantwortlich ist, sowie  sliderrockt (einer Präsentations-Entwicklungs-Geschichte) und gnatter (einer Project Management Software). Vermutlich wird es im Laufe der Zeit, sobald denn mal die Drive API zugänglich ist, noch mehr Apps geben die in Drive integriert werden.

Zum Desktop-Client sei gesagt, dass die Synchronisation von Google Docs-Dateien sehr raffiniert gemacht wird: Tabellen werden als .gsheet-File runtersynchronisiert. Diese Datei enthält quasi nur einen Link zur jeweiligen Tabelle, welche dann im Browser aufgerufen wird. Da hätte ich mir persönlich mehr erhofft, aber da die Dateien ohnehin keinen Speicher im Drive belegen, Google diese also quasi kostenlos speichert, verstehe ich auch ihre Knauserei. ;)
Der Client selbst kommt mir schnell, schlank und funktional rüber. Natürlich gibt es auch hier die Möglichkeit, nur gewisse Ordner zu Synchronisieren – aber das Kontextmenü wie Dropbox es bietet fehlt mir persönlich. So wie es aussieht, muss ich Dateien erst via WebUI freigeben muss.

Die Android-App ist in meinen Augen auch sehr gut gelungen! Generell finde ich die Unterteilung von meinen eigenen Dateien, und den Dateien die für mich freigegeben wurden super. Das gibt es allerdings nicht nur bei der Android-App, sondern ist auch im WebUI so zu sehen. Nur der Dekstop-Client unterstützt das nicht. Zurück zur App! Auch hier kann, wie bei Dropbox, eine Dateien (jedoch kein Ordner) offline verfügbar gemacht werden. Die Dateien werden alphabetisch sortiert, und können direkt aus der App raus gesendet werden: Das funktioniert dann mit jeder App, die die Share-Funktion von Android unterstützt. Ich persönlich setze hier ja auf GMail. :) Was mir persönlich hier noch fehlt, ist die Möglichkeit, die via Direkt-Upload hochgeladenen Bilder im MyDrive zu sichten. Diese werde ich solange wohl noch via Dropbox auf meinen Computer bringen.
Ach so: Die App für iOS (iPad und iPhone werden jeweils eine eigene App erhalten) sollen demnächst herauskommen.

Soviel zu den ersten Eindrücken zu Google Drive von meiner Seite aus. Habe ich noch etwas vergessen? Wenn ja hinterlasst doch einfach einen Kommentar, wenn nicht – dann hinterlasst doch auch einen Kommentar :-P

 

Veröffentlicht von

Manuel Sychold, Citrix Certified Adminitrator for XenServer 6 und XenDesktop 5 arbeitet als CIO in einem international tätigen Akustik-Unternehmen. Manuel bloggt hauptsächlich über Citrix -Produkte (XenServer, XenDesktop, XenApp), sowie Microsoft-Produkte. Manuel erreicht man über Google+

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Fazit? Besser/Gleich/Schlechter als Dropbox,Skydrive,Sugarsync?
    Benchmark? Geschwindigkeit, Dateigrösse…?

    • Zu SkyDrive kann ich nichts sagen, weil noch nicht genutzt – bislang fehlten ja die Apps dafür. Vom Speicherverbraucht ist Drive etwas (!) sanfter mit den Ressourcen (verbraucht bei mir 6k weniger RAM), der Installer an sich ist nut knapp 800 KB gross – was allerdings nachgeladen wird kann ich Dir gerade auch nicht sagen.
      Von der Geschwindigkeit würde ich sagen, dass Drive wesentlich agiler reagiert, als Dropbox, was aber auch ander sehr schlanken Desktop-App liegen kann.
      Lediglich das WebUI ist irgenwie gewöhnungsbedürftig. Teile funktioniert wie bei Docs, also auch erstmal etwas gefrickel, bis alles so eingestellt ist, wie es sein soll.

      Hoffe, das hilft Dir ;)

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