Daten sichern mit PureSync

backup

Ich schreibe bewusst Daten sichern mit PureSync, weil es sich eigentlich wirklich nur um eine Datensicherung, nicht aber um ein Systembackup handelt. Sobald man versucht eine Systempartition zu sichern wird man von den Herstellern sogar darauf hingewiesen, dass PureSync zur Sicherung von Datenordnern, nicht aber zum Sichern von neuen Systemlafwerken gedacht ist. Hier wird als Alterntive Acronis’ True Image erwähnt (Artikel folgt).

Nun aber zur eigentlichen Einrichtung von PureSync (auf das ich von plerzelwupp aufmerksam gemacht wurde)

Die Unterschiede

PureSync kann beim Hersteller für relativ schmale 14.95 Euro in der Vollversion gekauft werden. Hierbei unterscheiden sich die beiden Versionen (PureSync Personal und PureSync Professional) eigentlich nur in den folgenden Punkten:

  • Geöffnete Dateien kopieren
  • FTP-Unterstützung
  • E-Mail-Benachrichtigung
  • Komprimieren
  • Verschlüsseln
  • Als anderer User ausführen

Ich habe mich also erstmal für den Test mit der Personal Version entschieden, auch wenn bei jeder Aktion, für die die Professional Edition benötigt wird, ein Popup hochkommt, welches mir die 30-tägige Testversion andrehen möchte – PureSync startet nach den 30 Tagen übrigens wieder als Personal Edition ;)

Einrichten eines Backups

Die Backup-Einrichtung ist eigentlich einfach und intuitiv zu bewerkstelligen. Allerdings sei hier gesagt, dass es sich nicht um ein weikliches Backup in einer Datei, sondern eher um einen Copyjob handelt. Der Sicherungsordner wird zudem versteckt angelegt, sodass Ihr diesen via Explorer direkt ansteuern müsst (z.B. durch Eingabe von E:\Backups in der Adresszeile).

Startet nun also PureSync, und drückt anschliessend Ctrl + N, um eine neue Sicherung anzulegen. Hier stehen verschiedene Optionen zur Verfügung, ich persönlich bin ein Freund der Option Backup, da dies eigentlich die einzige Option ist, die halbwegs sinnvoll Daten von Punkt A nach Punkt B sichert.

PureSync - Backup einrichten

Im nöchsten Schritt könnt Ihr die Quell-Dateien anwählen. Diese könnt Ihr entweder manuell (Liste), als kompletter Ordner (Explorer) oder anhand von Vorlagen (Vordefinierte Ordner) auswählen. Der Einfachheit halber – da ich ohnehin nur die paar Dateien brauche – habe ich die vordefinierten Ordner gewählt, und auch da nur meine eigenen Dateien, und eventuell angelegte Outlook-Dateien. Beim Punkt Browser kann man übrigens zwischen Internet Explorer, Firefox, Chrome, Opera und Safari wählen.

PureSync - Backup einrichten

Als nächstes bestimmen wir die Destination des Backups, ich habe hier einfach nur einen Ordner angewählt, da dieser schon von mir angelegt wurde. Ihr könnt aber auch selbst einen Pfad definieren, und diesen auch mit Parametern wie Uhrzeit, Datum, oder Laufwerk erweitern.

PureSync - Backup einrichten

Wer will, kann sich noch einen Filter für bestimmte Dateiendungen anlegen, oder einzelne Dateien von Backups ausschliessen – ich brauchte das nicht. Weiter geht es danach mit der Planung der Backups – ich persönlich habe mein Notebook aktuell noch 24 Stunden am Tag laufen, da ich oft auch Abends oder am Wochenende darauf zugreifen muss, wenn ich nicht mehr im Geschäft bin. Darum habe ich einen Zeitplan erstell, der Dienstags bis Samstag um 02:00 Uhr ein Backup erstellt.

PureSync - Backup einrichten

Für dieses Backup müsst Ihr dann den Backup-Plan wöchentlich wählen, und dann könnt Ihr die Tage selektieren, an denen die Sicherung stattfinden soll.

PureSync - Backup einrichten

Nun geben wir dem Backup noch einen Namen, un klicken auf Fertig. Wer will, kann das Backup auch direkt nach dem Erstellen das erste Mal durchlaufen lassen, damit schonmal alle Daten dort sind, wo sie sein sollen.

Das Backup sollte nun einwandfrei funktionieren. Sofern Daten noch in Benutzung sind, könnte es sein, dass ein Promt erscheint, welches Euch die Professional-Version andrehen möchte. Setzt hier den Haken links unten, damit Ihr nicht wieder daran erinnert werdet, und Ruhe ist ;)

Fazit

Ich habe plerzelwupp wohl falsch verstanden, als er sagte er sichere seine Daten mit PureSync. Ich assoziiere mit Daten sichern immer automatisch ein Backup – welches bei mir nunmal auch die Systemdateien einschliesst. Das ist mit PureSync leider nicht möglich – dennoch eignet es sich hervorragend dafür, Dateien zu sichern, welche nicht abhanden kommen sollen. Bei kleinen Datenmengen. Bei grösseren Mengen frisst PureSync gerne auch mal ein GB RAM.

 

Habt Ihr PureSync schonmal getestet? Was ist Euer Eindruck vom Programm?

Veröffentlicht von

Manuel Sychold, Citrix Certified Adminitrator for XenServer 6 und XenDesktop 5 arbeitet als CIO in einem international tätigen Akustik-Unternehmen. Manuel bloggt hauptsächlich über Citrix -Produkte (XenServer, XenDesktop, XenApp), sowie Microsoft-Produkte. Manuel erreicht man über Google+

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Herzlichen dank für die Benennung. :-)
    Nachdem ich hunderte von Backup-Tools ausprobierte, hat mir pureSync am Besten gefallen. Ein sehr mächtiges Werkzeug und dazu noch kostenlos. neben der Sicherung lassen sich auch Synchronisationen ganz bequem einrichten. So werden meine bilder von Festplatte auf NAS synchronisiert. So hab ich gleichzeitig Sicherung und Zugriff von Außerhalb. Den Mehrwert der Profi-Variante benötige ich für den Heimgebrauch nicht.

    • Wie gesagt, zur reinen Datensicherung eignet sich PureSync schon, wer aber das gesamte System sichern will, dem rät ja sogar der Hersteller zu anderen Tools. Darum finde ich sofar, dass die Professional-Version eigentlich ein reiner Merketing-Gag ist, so im Stil von “Guckt, wir verlangen ja auch Geld dafür, also ist das ein super Backup-Programm”. Bevor ich mir die 15€ antun würde, würde ich aber eher ein wenig auf eine Acronis-Lizenz sparen, oder mit DriveSnapshot holen – ich benötige ohnehin fast nur Systembackups ;)

      Die Synchronisation zwischen zwei Ordnern ist nett, wird aber doch genau gleich gehandhabt wie beim Backup, oder?! o.O

  2. Da bin ich vollkommen deiner Meinung. Für mich ist (als Privatanwender) die Sicherung der Daten wichtig. Systembackups hab ich früher auch mit Acronis und Norton Ghost erstellt. Auch ein Systembackup mit den Win7-eigenen Mitteln hab ich mal erstellt. Doch ich muss zugeben, dass ich mit Komplett-Backups etwas schlampig bin.
    Bei Synchronisation und Spiegeln mit PureSync kann noch unterschieden werden, was mit gelöschten Dateien passieren soll. Beim Backup, ob dieses als Datei bzw. und/oder im Folgenden inkrementell gesichert werden soll.

    • Ah, okay. Dann war ich etwas schlampig bei der Recherche für meinen Artikel ;)
      Systembackups sind in Zeiten von Win7 eigentlich auf fast nicht mehr wichtig, Win7 ist ja immerhalb einer halben Stunde installiert, und mit Winodows 8 reicht eigentlich ein einziges Backup reichen, zumal dort das Imaging wieder fehlt. Dafür gibt’s ja den Reset-Knopf im Win8 ;)
      War jedenfalls nicht mein letzter Artikel zum Thema Backup, da kommen noch ein paar ;)

  3. Weder Artikel oder Recherche waren schlampig. Dieser Artikel ist wirklich klasse. Hätte ich ihn früher gelesen, hätte ich mir jede Menge Arbeit erspart: So ähnlich wie du das darstellst, mache ich das auch – da musste ich mir erst viele Hörner abstoßen, bis ich dieses kostenlose Tool fand und ordentlich bedienen lernte.
    Es deckt genau meine Bedürfnisse – und es sichert fast unmerklich meine Dateien.
    Du hast auch ganz Recht: Auf die Systemsicherung verzichte ich mittlerweile, weil ich mir sage, dass Windows 7 ohnehin recht flott eingerichtet wäre. für den großen Rest der installierten Programme würde ich im Schadensfall auch eine Chance sehen, auszumisten und wieder clean zu installieren.
    Ich muss aber sagen, dass ich auch bei einigen Programmen recht vorsichtig bin. Z.B. erledigt puresync auch die Sicherung meiner Datenbanken aus meiner Calibre-Datenbank (e-book-Verwaltungs-Software) und die Filme aus AntMovieCatalog (Filmverwaltung).

    Fazit: Ich sammle alle Daten, die ich persönlich auf dem Rechner habe und sichere diese mit PureSync. Auf die Sicherung des Systems und der installierten Programme verzichte ich ganz bewusst, weil ich im Schadensfall darin auch eine Chance sehe ;-)

    • Wie gesagt, ohne Dich hätte ich das Tool vermutlich auch nie gefunden ;) Ich für meinen Teil arbeite mittlerweile sogar produktiv in einem virtuellen Desktop, der sich bei jedem Neustart in den Zustand X zurücksetzt. So spare ich mir sicher Stunden an Kopfzerbrechen pro Woche, und kann auch Tools und Helferlein für meine Arbeit und den Blog testen, ohne Angst haben zu müssen dass ich was kaputt mach. Aber das ist wieder eine andere Geschichte ;)
      Mit den ganzen Datensicherungs-Posts will ich dem “Otto-Normal-Verbraucher” eigentlich auch nur zeigen, dass es ab und an sinnig ist, Dateien zu sichern. Unverhofft kommt oft, und so. Gell? ;)

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