Cloud-Services

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Services in der Cloud, wie zum Beispiel DropBox, Box.com oder Amazons AWS, sind beliebt. Sie sind meist schnell, funktionieren oftmals zuverlässig, und man kann von überall darauf zugreifen. Und doch gibt es Situationen, in denen ich persönlich keine Cloud-Services empfehlen würde.

Was sind Cloud-Services?

Unter Cloud-Services versteht man, bzw. ich, Dienste welche von Firmen angeboten werden, um – meistens – Daten abzulegen. Bestes Beispiel hierfür ist wohl DropBox. Bei DropBox ist es möglich, Daten über ein Web-Interface, eine Desktop-Anwendung, oder via App vom Smartphone direkt in die “Wolke” abzulegen. Diese Cloud-Services sind in meinen Augen nicht zu verwechseln mit Cloud Computing.

Was ist Cloud Computing?

Unter Cloud Computing verstehe ich die Möglichkeit, Ressourcen von einem einzigen Host an meherere virtuelle Hosts zu vergeben, sodass dessen Ressourcen bestmöglich genutzt werden können. Wenn ich Cloud Computing höre, denke ich also als erstes an Virtualisierung.
Cloud-Computing-Anbieter sind zum Beispiel Amazon mit den AWS oder Microsoft mit Azure.

Anwendungsgebiete für Services in der Cloud

Generell finde ich, dass Privatanwender ohne Bedenken in der Cloud Daten ablegen können. So können über DropBox zum Beispiel Bilder aus dem letzten Urlaub geteilt, oder Schularbeiten in Zusammenarbeit erledigt werden – so geschehen bei meiner Abschlussarbeit im Fachbereich Allgemeinbildung.
DropBox verschlüsselt zwar sämtliche Daten mit AES-256, jedoch kann der Benutzer den Key nicht ändern, weswegen ein eingeloggter User auch auf Dateien zugreifen kann, die ihm nicht gehören – sofern er denn Zugriff auf die Daten hat.
Jedoch sollte sich auch der normale User darüber im klaren sein, dass die Daten durch Bugs im System versehentlich für jedermann zugänglich sein könnten. Schmuddelfotos vom Freund oder der Freundin sollten also lieber doppelt verschlüsselt gespeichert werden. Hierzu eignet sich wohl am besten TrueCrypt, welches kostenlos ist, und Daten mit einem zufällig gewählten Key verschlüsseln kann.
Zusammengefasst würde ich also sagen, dass sich Cloud-Dienste, welche sich auf’s ablegen von Daten beziehen, immer dann anbieten wenn keine sensiblen Daten auf dem Speicher abgelegt werden.

Wann sollte ich z.B. DropBox nicht nutzen?

Immer dann, wenn es sich um Sicherheitsrelevante, Sensible, oder Datenschutztechnisch bedenkliche Daten handelt. Vergesst nie, dass die Dateien zwar vordergründig bei DropBox gespeichert werden, diese dann jedoch eigentlich auf einem der Amazon S3-Server liegen. Meines Wissens ist der einzige Serverstandort, den DropBox zur Zeit für sich beansprucht, ausserdem in den USA, womit die Daten einfach nicht im eigenen Land liegen. Das kann zwar Vorteile haben, aber gerade wenn es um sensible Daten geht, bin ich doch immer skeptisch wenn Dateien meinen USB-Stick verlassen. Immerhin sichert sich DropBox Nutzungs- bzw. Verarbeitungsrechte in den AGBs (laut Aussage von DropBox zwar nur, um mit den Daten arbeiten, und den Dienst anbieten zu können, aber man weiss ja nie…).

Fazit

DropBox und Co. sind toll, jedoch nicht für jedermann geeignet. Wer nur schnell ein paar Dateien freigeben möchte, welche nicht vertraulich behandelt werden müssen, der kann ohne bedenken zu Cloud Diensten greifen – Für alle anderen lohnt sich vielleicht eher der Einsatz einer Private Cloud.

Veröffentlicht von

Manuel Sychold, Citrix Certified Adminitrator for XenServer 6 und XenDesktop 5 arbeitet als CIO in einem international tätigen Akustik-Unternehmen. Manuel bloggt hauptsächlich über Citrix -Produkte (XenServer, XenDesktop, XenApp), sowie Microsoft-Produkte. Manuel erreicht man über Google+

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