Eine Cloud per NAS realisieren – Aber Achtung!

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Im Mittelstandswiki wurde erklärt dass viele NAS-Systeme bereits heute in der Lage sind, eine eigene Cloud-Umgebung zu realisieren. Namentlich wurden hierbei Synology und QNAP genannt – und ich will auch nicht widersprechen. Ich möchte allerdings einige Punkte, gerade für KMU relevanten Aspekte, zu bedenken geben.

Als grosser Pluspunkt geht im Mittelstandswiki die Behauptung voraus, dass in einer eigenen Cloud auch die eigene Sicherheit gilt – soweit so richtig. Aber: Was bei Dropbox, Google Drive, Wuala und Co die Anbieter hinter dem Dienst (oder gar deren Anbieter) übernehmen, wird dafür umso lieber bei kleineren Firmen vergessen: Der Service – die schlichte Wartung des Netzwerkspeichers.

Warum sollte es Sie auch interessieren, ob eine Festplatte kaputt ist? Bestenfalls kann sogar der Pfeifton im NAS deaktiviert werden, sodass die Meldung über die defekte HDD gar icht erst anfängt zu nerven. Auch die Datensicherung interessiert nicht primär – es wird ja alles auf dem Netzwerkspeicher gesichert, dafür ist der ja da.
Und genau hier setze ich an: Es mag sein, dass Sie Ihre Daten im eigenen Haus haben, und ich gestehe Ihnen auch noch zu zu bemerken, wann eine Festplatte defekt ist. Doch jetzt werden Sie sich in Ihren Lieblings-Shop einloggen, und eine Festplatte kaufen. Und schon beginnt die Problematik schnell Hand und Fuss zu bekommen.

Auch wenn Sie noch an Ihrer Entscheidung festhalten, Ihre Cloud-Lösung selbst zur Verfügung zu stellen, geht es noch weiter: Wenn Sie von intern auf Ihre Daten zugreifen, mögen diese ja noch schnell verfügbar sein, doch wie sieht es aus, wenn Sie von unterwegs auf Ihre Daten zugreifen wollen? Dieser Zugriff – und gerade von extern eilt es ja meistens – kostet Zeit und nerven. Das Problem können Sie eventuell über ein Upgrade Ihrer Internet-Leitung beseitigen.

Und doch ist auch dann die Sicherung des NAS-Inhalts noch nicht gegeben. Wie wollen Sie sichern? Wann? Wie lange soll die Sicherung zurückgehen können? All das sind Fragen, mit denen Sie sich auseinandersetzen müssen – oder Sie wenden sich an einen Profi, der sein Handwerk versteht. Jemanden, der Ihnen die Entscheidung so einfach wie möglich macht, und auch nach der Integration noch für Sie da ist.

Ich möchte Sie mit diesem Artikel absolut nicht von einer solchen, selbst gehosteten, Lösung abschrecken – aber es wäre ratsam, wenn Sie sich vorher mit einem Experten in Verbindung setzen, der Ihnen hilft das für sie passende Modell auszuarbeiten, und in Betrieb zu nehmen.

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