Alternativen zu Google Reader

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Noch ist ja noch nicht aller Tage Abend, und Ihr könnt Reader noch ein paar Momente nutzen. Aber schon bald wird der RSS-Dienst von Google eingestellt. Darum lohnt es sich schon jetzt einige Alternativen anzusehen.

Darum habe ich mich in den letzten paar Stunden etwas schlau gemacht, und drei – für mich in Frage kommende – alternativen gefunden (Auflistung in der Reihenfolge, in der ich die Dienste gefunden habe):

Feedly

Feedly ist ein Dienst, der aktuell noch auf Google Reader aufsetzt. Die Entwickler versprechen allerdings, aktuell an einer eigenen RSS-Engine zu arbeiten, und somit den Nutzern auch nach dem 1. Juli einen RSS-Reader anbieten zu können.
Auf den ersten Blick ist das Interface wirklich schick, erweist sich aber nach intensiver Nutzung als ungeeignet für mich. Ich finde keine Möglichkeit beliebige Feeds hinzuzufügen – diese müssen wohl in irgend einem Verzeichnis von feedly (oder Google News) vorhanden sein. Ausserdem erscheint das Interface recht gewollt, und ist zumindest für mich zu schwer zu greifen, als dass ich nicht nach ein paar Minuten Kopfschmerzen bekommen würde.

NewsBlur

NewsBlur ist eine Art Social-Sharing-Reader-Network, oder etwas in diese Richtung. NewsBlur basiert auf dem Freemium-Modell, welches in der kostenfreien Version 64 Feeds unterstützt, 10 neue Artikel aufs Mal lädt, und nur selten aktualisierbar ist. In der kostenpflichtigen Version – welche übrigens nur einen Dollar im Monat kostet – sind diese Einschränkungen aufgehoben.
Einmal von Google Reader übernommene Feeds sind ausserdem anscheinend auf NewsBlur eingetragen, und ich konnte testweise einen unbekannten Blog-Feed hinzufügen.
Für den normalen Nutzer sollte das kostenlose Modell ausserdem ausreichen.

Die oben genannten Dienste sind übrigens aktuell nur recht schwer zu erreichen, bzw. feuern öfter mal Fehlermeldungen ab. Nicht so mit der letzten Alternative:

SelfOSS

SelfOSS ist ein Feed-Reader, der auf der eignen Infrastruktur betrieben wird. Will heissen: Wenn Sie einen eigenen Webserver haben, können Sie SelfOSS selbst betreiben. Der Nachteil besteht hier vor allem darin, dass das Tool nicht mehrbenutzerfähig ist, weswegen bei mehreren Benutzern (zum Beispiel in einer Firma) auch mehrere Instanzen des Tools nötig sind. Ausserdem gibt es für SelfOSS keine mobilen Apps, was dann wiederum durch responsives Seitendesign wet gemacht wird.

 

Ich hoffe, dass ich Ihnen mit der Auflistung ein wenig helfen konnte, und würde mich über Feedback Ihrerseits freuen!

Veröffentlicht von

Manuel Sychold, Citrix Certified Adminitrator for XenServer 6 und XenDesktop 5 arbeitet als CIO in einem international tätigen Akustik-Unternehmen. Manuel bloggt hauptsächlich über Citrix -Produkte (XenServer, XenDesktop, XenApp), sowie Microsoft-Produkte. Manuel erreicht man über Google+

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Manuel.
    Ja interessante Auflistung. Aber nach der Enttäuschung durch Google wollte ich unbedingt eine Alternative über welche ich in Zukunft selber bestimmen kann. Feedly ist für normale Anwender sicher eine gute Entscheidung. Sind auch schon viele zu Feedly gewechselt.
    Aber mit der Installation auf dem eigenen Server habe ich die volle Kontrolle über den Reader. Da kann mir den keiner mehr abdrehen, mit Werbung verseuchen oder den Zugang kostenpflichtig machen.
    Liebe Grüße
    Markus

  2. Hallo Markus,
    danke für Dein Feedback.

    Also ich kann Dich beruhigen: Ich bin kein “normaler Anwender”, und für mich ist Feedly super. Keine gefühlten zwei Stunden Wartezeit, bis sich TT-RSS öffnet, und meine Feeds sind auch auf dem Smartphone kompatibel, ohne dass ich erst irgendwelche APIs aufmachen muss, oder eine bezahl-App laden soll.

    Wo wir aber schon beim Thema bezahlen sind: Wenn ich dafür einen guten Service bekomme, zahle ich auch gerne ein paar Cent pro Monat für den Service. :)

    Grüsse,
    Manuel

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